Schule aus – Was mach` ich draus?


Zu Beginn der 10ten Klasse werden die Weichen für die berufliche Zukunft der Schüler/innen gestellt. Mit Hilfe erfahrener Berufsberater und Personalleiter ortsansässiger Firmen wurden Schüler/innen und Eltern des 9ten Jahrgangs über Möglichkeiten und Wege zum perfekten Beruf informiert.
Am 18.02.2014 ging es ab 19.00 Uhr in der Hauptschule Jöllenbeck um Hilfe bei der Orientierung auf dem Weg in die Berufswelt. Die gut besuchte Veranstaltung richtete sich in erster Linie an die Schülerinnen und Schüler aus den aktuellen 9ten Klassen.
Im Rahmen einer Podiumsdiskussion konnten die Schülerinnen und Schüler von sechs kompetenten Vertretern aus Wirtschaft und Schule erfahren, welche Wege und Möglichkeiten für sie hinsichtlich der Teilnahme am Azubicheck oder auch bei Bewerbungen um Ausbildungsplätze bestehen. Der Schulleiter der Hauptschule Jöllenbeck, Herr Sager, konnte auf dem Podium Frau Kubina, Personalreferentin der Firma Delcotex, Frau Berkemer-Feldhoff vom Jugendhaus, Beraterin für den Übergang von der Schule in den Beruf, Frau Kreutz von der Agentur für Arbeit, ebenfalls Beraterin an der Schule, Frau Zöllner, Sozialarbeiterin an der Hauptschule Jöllenbeck und zuständig für den Azubicheck, Herrn Aufderheide, selbstständiger Handwerksmeister, Ferdi Cekerek, Teilnehmer am Azubicheck sowie Herrn Schäffer, Berufswahlkoordinator an der Hauptschule Jöllenbeck, begrüßen.

Herr Schäffer erläuterte die Relevanz der Infoveranstaltung, die Bedeutung der kommenden Monate für die berufliche Orientierung und die derzeitigen Maßnahmen an der Hauptschule Jöllenbeck. Der Berufswahlkoordinator ermutigte die Schüler/innen für betriebliche Ausbildungen.
Frau Berkemer-Feldhoff vom Jugendhaus und Frau Kreutz berichtete über die Beratungen, die sie wöchentlich in der Schule durchführen würden. Sie schauen mit den Schülern in Einzelgesprächen in jede Richtung, die nach der Schule in Frage kämen. Schüler/innen müssten selbst hinter den Entscheidungen stehen, die sie für ihre Zukunft treffen, dennoch hat die Meinung der Eltern auch einen hohen Stellenwert bei der Entscheidungswahl. Die beiden Mitarbeiterinnen der verschiedenen Institutionen sind bei der Beratung gut vernetzt und sorgen für eine optimale Beratung der Schüler und Eltern.
Hervorheben wollten beide Beraterinnen, dass die Hauptschule Jöllenbeck seit Jahren eine ungewöhnlich hohe Vermittlungsquote aufweise. Viele Schüler/innen wechseln direkt von der Schule in eine betriebliche Ausbildung. In diesem Schuljahr zeichnen sich alleine schon jetzt 6 Schüler/innen ab, die im Sommer eine Ausbildung beginnen werden. Es ist davon auszugehen, dass noch weitere dazukommen werden.
Frau Zöllner und Ferdi Cekerek stellten in einem Gespräch den Azubicheck näher vor. Im 10. Jahrgang können Schülerinnen und Schüler der Hauptschule jeden Donnerstag statt in die Schule in einen Betrieb gehen, um dort zu arbeiten, sich intensiv mit der Arbeitswelt auseinander zu setzen und im Betrieb zu präsentieren. Die Schüler haben den Vorteil, dass sie den Betrieb, die dortigen Arbeitsweisen und deren Mitarbeiter bereits vor einer Ausbildung kennen lernen können, der Betrieb kann sich die Schüler/innen über einen längeren Zeitraum ansehen und entscheiden, ob eine Ausbildung in Frage kommt.
Frau Kubina griff den Faden auf und äußerte sich ebenfalls zu dem Erfolgsmodell Azubicheck. Delcotex hat dieses Jahr beispielsweise ca. 150 Bewerbungen für vier Ausbildungsstellen, da gelte es, sich von den Mitbewerbern abzuheben. Ein Schüler der Hauptschule Jöllenbeck absolviert in diesem Jahr den Azubicheck bei Delcotex und kann sich bereits über einen sicheren Ausbildungsplatz freuen. Er konnte die Personalreferentin mit den wichtigen „soft skills“, zum Beispiel Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit, überzeugen.
Herr Aufderheide lobte den Azubicheck ebenfalls, ein Einblick in den Beruf vor der Ausbildung sei bei der Auswahl der Auszubildenden ein großer Vorteil. Er lud die Schülerinnen und Schüler dazu ein, sich insbesondere bei den Handwerksbetrieben vorzustellen und darum zu bitten, einen oder mehrere Tage mitmachen und zusehen zu dürfen. Echtes Interesse an der Arbeit und dem Beruf führe zu Zufriedenheit, dieses sei die Voraussetzung für gute Leistungen in Beruf und Schule.

Bei der sich anschließenden Fragerunde wurden noch einmal Aspekte des Azubichecks besprochen, das Interesse der Schülerinnen und Schüler war geweckt.
Ein kleiner Schritt in die Berufswelt wurde von den Schülerinnen und Schülern zurückgelegt, weitere werden für einen erfolgreichen Einstieg noch folgen müssen. Aber immerhin: Es gibt ein Ziel und der Azubicheck hilft dabei dieses Ziel im kommenden Jahr zu erreichen.

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